Schuffelgärten

Tipps zur Baumpflanzung

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Hier einige Tipps dazu von unserem Mitglied Dipl.-Gartenbauingenieur Sigmar Wilhelm:

Der Herbst ist die beste Zeit für die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern. Dann haben die Gehölze bis zum Frosteintritt noch Zeit zum Einwurzeln und können die Winterfeuchte am besten nutzen. Die negativen Auswirkungen der Frühjahrstrockenheit auf das weitere Anwachsen werden damit gemindert.

Am Beginn der Pflanzung steht der Pflanzplan. Der Gärtner legt fest, wo die Bäume oder Sträucher mit welchem Pflanzabstand und an welchem Ort gepflanzt werden sollen. Bevorzugte Pflanzrichtung bei einer Reihenpflanzung ist Nord-Süd. Damit wird eine gleichmäßige Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf gewährleistet. Das ist für die Reife und Fruchtausfärbung insbesondere bei Äpfeln wichtig.

Wie bei jeder Pflanzung eines Baumes oder Strauches, gleich welcher Art, kommt es auf die fach-und sachgerechte Bodenvorbereitung und Pflanzung an. Hier einige Tipps zur Pflanzung von Obstbäumen am Bespiel eines Apfelbaumes. Diese Hinweise lassen sich bis auf wenige Besonderheiten auf weitere Obstbaumarten übertragen. Der Standort für die Obstbäume sollte sorgfältig ausgewählt werden. Feuchte Niederungen, Staunässe und sogenannte Frostlöcher sind nicht geeignet.

Wenn die Pflanzstellen nach Pflanzplan markiert sind, wird ein kreisrundes Pflanzloch ausgehoben. Je nach Größe der Wurzel bei wurzelnackten Gehölzen oder des Wurzelballens aus dem Container wird ein Durchmesser von 50 bis 80 cm und eine Tiefe von 40 bis 60 cm empfohlen. (Foto links) Die zur Pflanzung benötigte Erde wird mit reifem Kompost oder Pflanzerde und dem Aushub im Verhältnis von etwa 1: 1 gemischt und auf die Sohle der Pflanzgrube aufgetragen. Der Freiraum um den Wurzelbereich wird beim Pflanzen ebenfalls mit der gemischten Erde verfüllt. Ein Tipp um Wühlmausschäden vorzubeugen: In das Pflanzloch kann ein Drahtgeflecht, z.B. Kaninchendraht, korbförmig eingelegt werden. Damit die Maus nicht in den Wurzelbereich eindringt, sollte es über die Bodenoberfläche hinausreichen.                                         

Bei Bäumen, die auf eine Unterlage veredelt sind, beispielsweise Apfelbäume, muss die Veredlungsstelle über der Bodenoberfläche sichtbar sein. Sonst besteht die Gefahr, dass die Edelsorte eigene Wurzeln bildet, und somit die wachstums-, ertrags- und qualitätsbeeinflussende Wirkung der Unterlage verloren geht. Die Erde um den Wurzelbereich wird nach der Pflanzung angetreten, um damit den Bodenschluss zu erreichen. Danach wird ein Gießrand um den Baum geformt und kräftig angegossen. (Foto rechts) Sollte ein Baumpfahl notwendig sein, wird dieser in die windabgewandte Seite des Baumes gestellt, so dass dieser bei starkem Wind und voller Belaubung und mit Ertrag gegen den Pfahl gedrückt wird.

 Es ist ratsam, um den Baum oder Strauch herum eine sogenannte Baumscheibe frei zu halten. Der Durchmesser richtet sich nach der Größe des Gehölzes. Der Boden wird durch eine flache Bodenbearbeitung frei von Bewuchs gehalten. Das Abdecken mit einer Mulchschicht ist möglich, jedoch ist auf eine ausreichende Nährstoffversorgung zu achten.  Weiterhin besteht die Gefahr des unkontrollierbaren Mäusebefalls unter der Mulchschicht.

Im Frühjahr des nächsten Jahres können die notwendigen Kultur- und Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Dazu gehört beispielsweise der Pflanzschnitt, die mineralische Düngung, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz und die Wasserversorgung.

Foto links: Pflanzloch, Baum mit Wurzelballen (Foto: SW, 2020)

Foto rechts: Baum mit Gießring und Pfahl (Foto: SW, 2020)

Tipps zur Düngung im Haus- und Kleingarten

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Hier einige Tipps dazu von unserem Mitglied Dipl.-Gartenbauingenieur Sigmar Wilhelm:

Alle Pflanzen in unseren Gärten brauchen eine wohldosierte Ernährung, um zu wachsen, Erträge zu generieren oder das Auge zu erfreuen. Sie benötigen dazu einen ausgewogenen Mix aus Stickstoff, Phosphor, Kali und Kalzium, Magnesium, Schwefel und einigen Spurenenlementen.

Die Hauptnährstoffe für die Pflanzen sind:

  • Stickstoff (N) ist wichtig für die vegetative Leistung und den Ertrag der Pflanzen
  • Phosphor (P) beeinflusst die generative Leistung (Blütenbildung und Stoffwechsel)
  • Kali (K) ist wichtig für die Stabilität, die Frostresistenz und die Ausfärbung der Früchte
  • Kalzium (Ca) ist bedeutend für die Bodenstruktur und den Reaktionszustand (pH‑Wert) und beeinflusst die Nährstoffverfügbarkeit
  • Magnesium (Mg) unterstützt die Chlorophyllbildung in den Blättern (Assimilationsgrundlage)
  • Schwefel (S) ist für den Aufbau von Aminosäuren und Proteinen sowie eines stabilen Gefäßsystems, besonders bei Kohlgemüse, notwendig
  • darüber hinaus spielen die Spurenelemente Eisen, Molybdän, Mangan und Bor eine wichtige Rolle im Stoffwechselprozess

Für die Düngung gilt der Grundsatz: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Der Bedarf der Pflanzen muss gedeckt werden, eine Überdüngung führt zu Schädigungen an der Pflanze und zu Nährstoffauswaschungen in das Grundwasser.

Wir unterscheiden beim Dünger den organischen Dünger, wie Kompost, Stallmist, Grün-Dung oder Hornspäne, und den mineralischen Dünger, wie Volldünger, Kali-, Sickstoff- oder Phosphordünger. Beide Arten können in Kombination angewandt werden.

Termine der Düngemaßnahmen:

Im Herbst beginnt die Bodenvorbereitung für das nächste Jahr. Grundlage dafür ist ein Pflanzplan unter Beachtung der Fruchtfolge. Für den Anbau von Kartoffeln, Tomaten, Blumenkohl und anderem Gemüse (außer Zwiebeln, Möhren, Kopfsalat und Radieschen) sollte Kompost oder Stallmist eingegraben werden (Aufwandmenge ca. 2 bis 2,5 dt pro 100 m²). Durch die Mineralisierung der organischen Substanz stehen die Nährstoffe den Pflanzen dann im Frühjahr zur Verfügung. Darauf aufbauend wird im Frühjahr je nach Bedarf mit mineralischem Dünger oder Hornspänen weiter versorgt.

Im Obstanbau schaffen wir bereits mit der Pflanzung wichtige Ernährungsgrundlagen für die Anwachsphase, indem die Pflanzgrube mit reifem Kompost oder Pflanzerde angereichert wird. Dabei wird der Bodenaushub im Verhältnis 1:1 mit dem Substrat gemischt und mineralischer Depotdünger nach Anwendungsvorschrift hinzugegeben. Dabei ist darauf zu achten, dass die Pflanzgrube großzügig dem Wurzelballen angepasst wird. Die Veredlungsstelle muss oberhalb der Bodenoberfläche bleiben.

Für die weitere Nährstoffversorgung der Obst- und Gemüsekulturen ist es wichtig zu wissen, wie hoch der Versorgungsgrad des jeweiligen Nährstoffes und der pH-Wert im Boden ist. Dazu wird eine Analyse des Gartenbodens durch ein zertifiziertes Labor nach Nährstoffgehalt und Kulturart empfohlen. Eine kulturbezogene Düngeempfehlung des Labors ist vorteilhaft.

Die Kalkung erfolgt im 3-jährigen Zyklus im Herbst (ein pH-Wert von 5,7 bis 6,2 ist auf sandigem Boden anzustreben). Die Aufwandmenge richtet sich nach dem Analyseergebnis. Ein kalkulierbarer Richtwert sind 100 bis 150 g pro m² eines handelsüblichen Kalkdüngers.

Im Frühjahr wird nach Vegetationsbeginn entsprechend des Analyseergebnisses der mineralische Dünger ausgebracht. Im Haus- und Kleingartenbereich ist beim Obst und teilweise beim Gemüse (z. B. Tomaten, Gurken, Zucchini) ein Volldünger gebräuchlich. Dabei wird nicht die gesamte Düngermenge auf einmal gegeben, sondern auf 2 bis 3 Gaben in der Vegetationszeit verteilt. Zu empfehlen ist hier ein Volldünger (N, P, K, Mg, S) mit einem erhöhten Stickstoffanteil von 12-16 %. Als Richtwert kann man je nach Obstart von 60 bis 100g pro m² ausgehen.

Zusammenfassung:

Die Düngung ist eine wesentliche Kultur-  und Pflegemaßnahme im Haus- und Kleingartenbereich. Im Zusammenspiel mit den anderen Faktoren, wie z. B. Bewässerung, Obstbaumschnitt, Pflanzenschutz und Standortwahl, schafft sie die Grundlagen für eine erfolgreiche gärtnerische Tätigkeit.

PS: Bei weiteren Fragen kann man sich an die Mitglieder des Werderschen Obst- und Gartenbauvereins wenden.

Galgenbergtag 2020

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Der Werdersche Obst- und Gartenbauverein lud am Sonntag, 16. August 2020 von 11 bis 17 Uhr zum Tag des Galgenberges in die Schuffelgärten und den Weinberg am Galgenberg ein. Unsere SchuffelgärtnerInnen informierten die Besucher über den Werderschen Etagenobstanbau, speziell von einheimischen Obstbauern gezüchtete Sorten und demonstrierten den Einsatz der Schuffel. Auf dem Weinberg Galgenberg konntenn Sie die Weine, der dort angebauten Rebsorten probieren und "Kunst im Weinberg" zeigte in diesem Jahr Skulpturen aus Stahl und Holz von Ruth Gindhart.

Sommerschnitt an Kirschbäumen

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Hier einige Tipps dazu von unserem Mitglied Dipl.-Gartenbauingenieur Sigmar Wilhelm:

Im August können erste Schnittmaßnahmen an Süß- und Sauerkirschen erfolgen. Das Triebwachstum ist zu diesem Zeitpunkt weitestgehend abgeschlossen. Unter anderem bremst der Sommerschnitt bei Süßkirschen das Wachstum im nächsten Jahr und fördert die Blütenknospendifferenzierung.

Der Sommerschnitt kann vor allem in stark zugewachsenen Kronen angewendet werden. Ich empfehle ihn in Kombination mit dem Schnitt im Frühjahr anzuwenden, da zu diesem Zeitpunkt eine bessere Übersicht über die gesamte Baumkrone besteht. Eine voll im Laub stehende Krone der Süßkirschen, wie wir sie vorwiegend in älteren Beständen vorfinden, ist nicht so leicht zu „durchschauen“.

Der Wundverschluss an der Schnittstelle findet beim Sommerschnitt oder Frühjahrsschnitt schnell statt. Das gilt für Schnitte auf Astring, d.h. an der Basis des Astes, an der sich sg. Wundkallus durch Überwachsen der Schnittstelle bildet. Hier wirken die Selbstheilungskräfte des Baumes. 

Es gibt dazu eine alte Faustregel:

Süßkirschen schneidet man im grünen Zustand, d.h. entweder nach der Ernte oder in den Neuaustrieb hinein, d.h. im Frühjahr.

Bei Süßkirschen wird beim Sommerschnitt vorrangig auf das Entfernen von steil stehendem Neuaustrieb geachtet, der sich nicht in das Kronengerüst (durch beispielsweise Herunterbinden) einordnen lässt. Weiterhin können ebenfalls stärkere Rückschnitte oder das Entfernen einzelner starker Äste erfolgen. Dabei ist auf den Schnitt bis auf eine Verzweigung oder auf einen Zapfen mit einer Länge von ca. 15 cm zu achten. Dieser dient dem Wundverschluss oder ist der Ausgangspunkt für einen Neuaustrieb aus sg. schlafenden Augen im nächsten Jahr.

Bei Sauerkirschen bestehen in der Baumform, der Wuchseigenschaft und im Fruchtungsverhalten erhebliche Unterschiede zu Süßkirschen. Im Gegensatz zu den Süßkirschen fruchten die Sauerkirschen nicht am mehrjährigen Holz.  Hier geht es beim Sommerschnitt vorrangig um das Zurückschneiden des abgetragenen Fruchtholzes, den sg. Peitschen. Dazu wird auf in Basisnähe stehende Verzweigungen zurückgeschnitten. Damit wird dem weiteren Verkahlen entgegengewirkt und der Kronenaufbau luftiger gestaltet. Größere Eingriffe wie z. B. das Entfernen oder Einkürzen von Gerüstästen sind auch hier möglich.

Im Zweifelsfall besteht im Frühjahr die Möglichkeit des Baumschnittes ebenso. Außerdem kann ein Fachmann aus dem Werderschen Obst- und Gartenbauverein konsultiert werden. Bei den jährlich stattfindenden Schnittkursen im Frühjahr besteht die Gelegenheit dazu.

Das Ausdünnen von Äpfeln

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Hier einige Tipps dazu von unserem Mitglied Dipl.-Gartenbauingenieur Sigmar Wilhelm:

Was tun, wenn zu viele kleine Äpfel am Baum sind? Diese Frage stellt sich oft, nachdem im Juni trotz des sogenannten Junifruchtfalles die Apfelbäume immer noch einen reichlichen Fruchtbehang haben. Das kann auch in diesem Jahr trotz gebietsweise erheblicher Spätfrostschäden im Mai der Fall sein. Das führt dazu, dass die Äpfel klein und unansehnlich bleiben. Oftmals ist besonders in der Mitte der Baumkrone keine Ausfärbung vorhanden und der Geschmack der reifen Früchte ist dann nicht zufriedenstellend. 

Abhilfe schafft das Auspflücken der heranwachsenden Äpfel, indem man pro Blütenstand ein oder zwei Früchte belässt und die überzähligen entfernt. – Das sollten die geschädigten oder kleinen Früchte sein. Aber Vorsicht, bitte nicht den gesamten Fruchtstand abreißen, eine kleine spitze Schere ist dazu ein gutes Hilfsmittel.

Im Ergebnis wachsen die verblieben Früchte besser aus und gewinnen an Aussehen und Geschmack. 

Gleichzeitig wird mit der Ausdünnung der Alternanz, d. h. dem jährlichen Wechsel von Vollertrag und wenig bis keinen Ertrag, entgegengewirkt. Das hängt u. a. mit der hormonellen Steuerung der Blütenknospendifferenzierung aus den Samen der Früchte zusammen. Ein ausgeglichenes Ertragsverhalten und eine sachgerechte Kulturführung mindern die Alternanz. Gänzlich ist sie bei einigen Sorten, wie z. B. „Elstar“ oder „Boskoop“, nicht auszuschließen. 

Je nach Behang, Kulturzustand und Bodenverhältnissen kann nach der Düngung im Frühjahr zur Stärkung des Baumes eine zweite Düngergabe mit einem mineralischen Volldünger erfolgen. Bitte keine reine Stickstoffgabe, sonst besteht Stippegefahr der Früchte und es kommt nicht zum Triebabschluss der Bäume.          

Durch die Düngergabe wird die weitere Entwicklung des Fruchtansatzes in Größe, Aroma und Farbe positiv beeinflusst. Der Baum kann darüber hinaus die notwendigen Nährstoffe im Herbst in sein Gewebesystem einlagern und ist „fit“ für den Winter und gerüstet für den Neuaustrieb im Frühjahr.

Im Zusammenhang mit der Fruchtausdünnung wird oft die Frage nach dem Sommerschnitt gestellt. Das ist eine Kulturmaßnahme mit dem Ziel, eine offene und lichtdurchlässige Krone zu erreichen. Dazu ist es möglich – vor dem klassischen Winterschnitt – bereits nach dem Triebabschluss den einjährigen und überflüssigen Neuaustrieb zu entfernen. 

Doch bitte äußerste Vorsicht, die Sonnenbrandgefahr der Äpfel wird dadurch erhöht. Ein fachlicher Rat ist im Zweifelsfall sehr hilfreich.

Gärtnertipps für die Erdbeerkultur im Hausgarten

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Hier einige Tipps dazu von unserem Mitglied Dipl. Gartenbauingenieur Sigmar Wilhelm:

Die Erdbeerernte ist in den meisten Gärten abgeschlossen und es ist Zeit, die Neupflanzung und die Nachbehandlung der abgeernteten Bestände in Angriff zu nehmen.

Beginnen wir mit der Neupflanzung.

Die Erdbeere liebt einen sonnigen Standort auf einem durchlässigen Boden. Stauende Nässe ist absolut unverträglich. Der Boden sollte tief umgegraben werden. Ich empfehle das Einarbeiten von reifem Kompost oder Pflanzerde zur Bodenverbesserung und Nährstoffanreicherung. Hornspäne sind ebenso als gleichmäßiger Stickstofflieferant geeignet. Auf keinen Fall darf frischer Stalldung eingebracht werden, sonst „verbrennen“ die Pflanzen infolge zu hoher Salzkonzentration. 

Wurzelunkräuter wie z. B. Quecke oder Ackerwinde sind samt Wurzelsystem zu entfernen. 

Als Vorfrucht zur Erdbeerkultur eignen sich z. B. Zwiebeln, Erbsen und andere Frühgemüsearten, die den Standort rechtzeitig für die Bodenvorbereitung freigeben. Keinesfalls dürfen Erdbeeren nach Kartoffeln in die Fruchtfolge gestellt werden, da dadurch die Gefahr von Wurzelerkrankungen der Erdbeere besteht.

Für die Neupflanzung gibt es die Möglichkeit, eigene Jungpflanzen aus dem vorhandenen Bestand zu gewinnen. Dazu lockert man nach der Ernte den Boden zwischen den Reihen leicht auf und legt die Ranken in die Reihen, sodass sie einwurzeln können. Eine leichte Volldüngergabe und anschließendes Feuchthalten des Bodens beschleunigt den Vorgang. 

Falls Stroh in der Reihe liegt, ist das zu entfernen. Das behindert sonst die Wurzelbildung der Jungpflanzen.

Wenn ein ansehnlicher Wurzelbart vorhanden ist, können die Pflanzen von der Mutterpflanze getrennt werden und direkt in das inzwischen vorbereitete Beet gepflanzt werden. Kleiner Tipp: 2 Pflanzen pro Pflanzstelle bringen Bestandsdichte und höhere Erträge im ersten Jahr nach der Neupflanzung.

Eine weitere Möglichkeit stabile Jungpflanzen zu gewinnen, ist das Zwischenpikieren in Multitopfpaletten oder kleine Blumentöpfe. Als Substrat eignet sich nach meinen Erfahrungen Blumenerde. Dazu wird die Jungpflanze von der Mutterpflanze abgetrennt und in die Paletten oder Töpfe eingepflanzt.

An einem schattigen Platz im Garten bei regelmäßigem Gießen gedeihen die Jungpflanzen bis zur Auspflanzung in das Beet. Kleiner Tipp: Dem Gießwasser kann nach Wurzelbildung etwas flüssiger Blumendünger lt. Gebrauchsanweisung zugesetzt werden. Damit wird die Nährstoffversorgung der Pflanzen erhöht.

Wenn der Wurzelballen gut gefestigt ist, kann die Pflanzung erfolgen. Das dauert ca. 4 Wochen ab Pikiertermin. 

Zur Pflanzung selbst wird der Boden gartenmäßig vorbereitet, eine leichte Startdüngergabe, die flach eingearbeitet wird, fördert das Wachstum. Die Reihen und Pflanzstellen werden markiert. Am besten geeignet ist die Nord/Süd-Richtung der Reihen wegen der gleichmäßigen Sonneneinstrahlung am Vor- und Nachmittag.

Eine Kreuz- und Quermarkierung hilft am besten für eine übersichtliche und geordnete Pflanzung. Zu empfehlen ist ein Reihenabstand von 60 bis 80 cm und ein Pflanzabstand von 25 bis 30 cm in der Reihe je nach Sorte und Möglichkeiten im Garten.

Beim Pflanzen selbst achtet man darauf, dass die Pflanze nicht zu tief gesetzt werden. Der „Kopf“ muss zu sehen sein. Die Pflanzung sollte bis spätestens zum 20. August abgeschlossen sein. Dann haben die Jungpflanzen ausreichend Zeit zur Bildung der Blütenansätze für das nächste Jahr.

Wenn Pflanzen zugekauft werden, gelten die gleichen Regeln beim Pflanzen wie bei der Selbstanzucht.

Nicht zu versäumen ist das regelmäßige Gießen, besonders in der Anwachsphase. 

Zur Sortenwahl folgendes: Es gibt eine Reihe Sorten, die sich u. a. nach Reifezeit, Geschmack und Form unterscheiden. Ihre Lieblingssorte müssen die Gartenfreunde selbst finden. Wichtig ist in jedem Fall die zeitliche Staffelung in der Ernte.

Hier 3 Sorten als Beispiel:

´Daroyal´ als Frühsorte für den Frischverzehr

´Allegro´ als mittelfrühe Sorte für den Frischverzehr und Konservierung

´Malvina´ als späte Sorte für den Frischverzehr und Marmelade

Nun zu den Erdbeerbeständen, die weiter kultiviert werden sollen.

Nach Ernteabschluss bleiben die Pflanzen zunächst stehen, von denen man Jungpflanzen gewinnen will.

In den anderen Beständen werden von Mitte bis Ende Juli je nach Sorte „bis auf das Herz“ die Blätter entfernt. Achtung, bitte nicht zu tief schneiden, der Neuaustrieb darf nicht gefährdet werden. Aus den Erdbeerreihen werden die Beikräuter und das abgetrennte Laub entfernt. Danach erfolgt eine mineralische Düngung mit einem Volldünger, der leicht eingearbeitet wird. Die Bewässerung muss danach gesichert sein. 

Der Neuaustrieb lässt nicht lange auf sich warten und die Bildung der Blütenansätze für das nächste Jahr erfolgt.

Abschließend noch etwas zur Düngung der Erdbeere: Die Erdbeere liebt einen chlorfreien mineralischen Dünger, gegenüber hohen Salzkonzentrationen reagiert sie empfindlich. 

Die Düngung erfolgt im Spätsommer zu zwei Dritteln und im Frühjahr zu einem Drittel der Gesamtmenge. Die Höhe richtet sich nach dem vorhandenen Boden und dem Nährstoffgehalt. Empfehlenswert sind immer eine Mehrnährstoffdüngung und keine erhöhte Stickstoffdüngung. Diese fördert die Anfälligkeit gegenüber dem Grauschimmel.

Achtung, die Eisheiligen kommen

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11.5. Mamertus, 12.5. Pankratius, 13.5. Servatius, 14.5. Bonifatius, 15.5. Kalte Sophia

Hier einige Tipps dazu von unserem Mitglied Dipl. Gartenbauingenieur Sigmar Wilhelm:

  • In dieser Zeit nicht den Boden lockern, um den Wärmefluss aus dem Unterboden nicht zu unterbrechen.
  • Den Boden feucht halten, feuchter Boden kann die Wärme besser speichern als trockner.
  • Nur bis ca. 14 Uhr wässern, dann abtrocknen lassen, das mindert die Infektionsgefahr mit pilzlichen Schaderregern. Außerdem entsteht keine Verdunstungskälte zusätzlich zu den niedrigen Nachttemperaturen.
  • Rasen zwischen den Baumreihen kurz halten, damit wird der Wärmefluss aus dem Unterboden ebenfalls gefördert und die Verdunstungskälte reduziert.
  • Erdbeeren unbedingt bei Bodenfrostgefahr nachts mit Vlies abdecken.  
  • Brennende Kerzen, die 6 bis 8 Stunden durchbrennen oder ein Heizgerät ins Folienzelt stellen,  auch gefüllten Wassereimern als Wärmespeicher für die Nacht im Abstand von ca. 0,75 m können helfen.

Tipp aus den Schuffelgärten

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Als Hobbygärtner wollen wir möglichst keine Pestizide in unserem kleinen Reich verwenden und suchen ständig nach Möglichkeiten, unsere Pflanzen mit natürlichen Mitteln zu unterstützen.

Ein wunderbares Kraut dafür ist Beinwell, denn er bringt mehrfach Nutzen. Mit seinen tief reichenden Pfahlwurzeln lockert er dort den Boden, wo er durch die jahrelange Nutzung als Lagerplatz noch immer stark verdichtet ist. (Wir haben ihn im vergangenen Jahr um die Glaskirsche gepflanzt, die es besonders schwer mit dem festen Boden an ihrem Standort hat). Seine hübschen leuchtend blauen Blüten locken unsere Wildbienen und andere Insekten bei der Futtersuche magisch an. Beinwell kommt auch mit Trockenheit zurecht und vermehrt sich reichlich. Das üppige Blattwerk kann mehrmals im Jahr geschnitten und als Mulch, z. B. unter Tomatenpflanzen, verwendet werden.

Aus den Blättern kann man außerdem eine kräftigende Pflanzenjauche herstellen. Wir zerkleinern dazu die abgeschnittenen Blätter etwas, geben sie in einen Plasteeimer und füllen mit (Regen)Wasser auf. Den Eimer stellen wir an einen sonnigen Platz und legen einen Deckel so auf, dass noch Luft herankommt. Die Mischung beginnt dann rasch zu gären. Wir haben eine Hand voll reifen Kompost dazu gegeben, das soll den strengen Geruch mildern. Täglich einmal muss umgerührt werden und wenn sich kein Schaum mehr bildet, ist die Jauche fertig. Jetzt wird sie 1 : 10 mit Wasser verdünnt. Das ergibt einen guten kalium- und stickstoffreichen Dünger zur Kräftigung der Pflanzen. Man gießt den Boden um die Pflanze am besten zu einer Zeit, in der nicht die Sonne drauf steht. 

Die Schuffelgärtner/Innen melden sich aus der „Winter“pause zurück

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… die Arbeit ruft. Nach dem milden und feuchten Winter steht die Natur schon zwei Wochen verfrüht in den Startlöchern. Die ersten Aprikosen blühen bereit, was für ein schöner Anblick! Bis zum ersten Biss in eine erntereife Aprikose ist es aber natürlich noch ein weiter Weg mit jetzt noch ungewissem Ausgang…

Den Winterschnitt unserer Obstbäume haben wir bereit Anfang März vorgenommen.

Inzwischen sind einige Kirsch- und Aprikosenbäume schon so kräftig, dass dabei sogar eine Baumschere zu Bruch ging. 

Unsere Wildbienen, die Gehörnten Mauerbienen, die wir 2019 in den Schuffelgärten angesiedelt hatten, haben sich noch nicht geregt, aber wenn sich in den nächsten Tagen die Pfirsichblüten öffnen, werden sie wohl schlüpfen und ihren Lebenszyklus beginnen, der bis Ende Juni dauert. Wir haben neue Nistmöglichkeiten für sie vorbereitet, so dass sie Platz für ihre Nachkommen vorfinden. Außerdem haben wir eine Startpopulation der Roten Mauerbiene bestellt, die etwas später schlüpft und sich dann um die Befruchtung des Kernobstes, der Erd- und Strauchbeeren kümmern wird. Wer sich für seinen eigenen Garten mit dem Thema Wildbienen beschäftigen möchte, findet eine gute Einführung in das Thema z. B. bei www.alztalhonig.de. 

Wir nutzen Gartenbereiche, die noch nicht so recht urbar sind, wie die Hänge, erst einmal zur Bepflanzung mit Phacelia (Bienenfreund) als zusätzliche Bienenweide. Diese Pflanzen unterdrücken auch hervorragend Unkraut. „Phacelia eignet sich sehr gut als Gründüngungspflanze. Mit ihrem dichten Wurzelsystem nutzt sie die Nährstoffvorräte im Boden gut aus und übergibt sie nach Verrottung leicht an die Nachfolgefrucht. Sie hinterlässt eine dicht durchwurzelte, gare Krume. Die feingliedrigen Blätter führen zu einer sehr guten Bodenbeschattung und wirksamen Unkrautunterdrückung. Die hohen Mengen organischen Materials, die im Boden verbleiben, erhalten oder erhöhen den Humusgehalt und damit die Ertragfähigkeit der Böden. Dadurch wird die Bodenstruktur verbessert, und die Ertragsicherheit nimmt langfristig auch auf leichteren Böden zu“. Quelle: Wikipedia

In der kommenden Gartensaison werden nun unsere Gärten erstmals jeden Tag „öffentlich“ sein, so, wie es das Konzept dafür vorsah. Die Besucher der Tourismusinformation und des Bürgerservice im wunderbar sanierten Lindowschen Haus können jederzeit einen Blick in die Gärten werfen und uns, wenn wir dort selbst gerade bei der Arbeit sind, natürlich auch ansprechen. Wir erklären gern das Anliegen, das hinter der Anlage steht, und geben weiter, was wir über die Geschichte des Obst- und Gartenbaus in Werder wissen, was wir uns an gärtnerischen Erfahrungen in den letzten 6 Jahren angeeignet haben und nehmen selbstverständlich Anregungen und Tipps der Besucher entgegen.

Ein wichtiges Thema unseres gärtnerischen Tuns wird auch in der neuen Saison sein: Wie schützen wir unsere Pflanzen vor Hitzestress, Trockenheit, Pilzerkrankungen, Blattläusen usw., wie sichern wir unsere Ernten? Wir suchen immer wieder nach Wegen, das auf die Art und Weise zu tun, die auch für die Obstzüchter und Obstmucker früher in Werder möglich war: Sorgfältige Vorbereitung der Pflanzung, standortangepasste Sorten auswählen, gute Ernährung der Pflanzen mit abgelagertem Pferdemist und Kompost – früher benutzte man auch „Abtritt“ , wer nicht mehr weiß, was damit gemeint ist, bitte googeln - wir nehmen heute aber auch Brennnesseljauche und etwas mineralischen Dünger. Wichtig für einen guten Ertrag ist auch der regelmäßige Schnitt der Obstbäume mit dem Ziel, eine luftige Krone aufzubauen und die Bildung neuen Fruchtholzes anzuregen. Dazu gibt der Obstbaumschnittkurs, den der Obst- und Gartenbauverein jedes Jahr im März für Interessenten anbietet, eine gute Handhabe. 

Zum Thema Pflanzengesundheit für Haus- und Kleingärten bieten die „Berliner Gartenbriefe“ der Senatsverwaltung Berlin regelmäßige Hinweise. Man kann sich für den Newsletter anmelden und bekommt aktuelle Informationen über das Auftreten und die Bekämpfung von Schädlingen im Garten.

Die Pflege und Erhaltung der für Werder (Havel) früher typischen Obstsorten bleibt auch weiterhin unsere Herzensangelegenheit. Dazu geben wir gern unser Wissen an die Neu-Werderaner, die in ihrem Garten hinter dem Haus einen Obstbaum pflanzen möchten, weiter. Auch wir selbst nutzen Weiterbildungsmöglichkeiten dafür. Im Februar waren wir in der Obstbau-Versuchsanstalt Müncheberg und haben am „Veredlungsseminar“ teilgenommen – hochinteressant! Man lernt, wie man selbst aus dem Reiser eines alten Obstbaumes eine neuen Baum dieser Sorte aufwachsen lassen kann, man kann Reiser unterschiedlichster Obstbäume dafür erwerben und die passenden Unterlagen dazu. Im Veranstaltungsplan in Müncheberg gibt es noch weitere interessante Themen für interessierte Hobby-Gärtner: ein Kirschseminar am 20.06.20, Selbstpflücke von Süß- und Sauerkirschen (Termin je nach Reifezeit), Aprikosenseminar – Sortenschau und Verkostung - am 21.07.20 usw. Hier kann man anfragen unter monika.schwaerzel@lvga-bb.de.

Zum Schluss noch ein Hinweis: Im März ist noch Zeit, eine neuen Apfel- oder Kischbaum zu pflanzen. Die Gärtnerei Gentz, hinter dem Werderpark, hat aktuell eine große Auswahl von Bäumen im Verkauf, die schon im nächsten oder übernächsten Jahr die ersten Früchte tragen könnten. Geöffnet ist auch am Samstag und Sonntag. Wir Schuffelgärtner kaufen dort auch immer unsere Jungpflanzen, die wir nicht selbst anziehen, und Pflanzerde für die Gemüsekulturen, für die noch Platz zwischen den Bäumen ist.

Ernte in den Schuffelgärten

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Auch nach dem Galgenbergtag ist in den Schuffelgärten die Erntesaison noch lange nicht beendet. 

Die weißen und blauen Tafeltrauben können schon in den nächsten Tagen geerntet werden. Ebenso reif ist die große Fülle an  Hauszwetschken–auch hier haben unsere Mauerbienen ganze Arbeit geleistet! Auf die Portugieser Birnenquitte (Foto) müssen wir allerdings noch einige Wochen warten. Aber immer noch blüht vieles und sorgt für die Bienen im Schuffelgarten.

 

Galgenbergtag mit offenen Schuffelgärten und Weinberg

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Der Werdersche Obst- und Gartenbauverein lud am Sonntag, 18. August 2019 von 11 bis 17 Uhr zum Tag des Galgenberges in die Schuffelgärten und den Weinberg am Galgenberg ein. Unsere SchuffelgärtnerInnen informierten die Besucher gern über den Werderschen Etagenobstanbau, speziell von einheimischen Obstbauern gezüchtete Sorten und demonstrierten den Einsatz der Schuffel. 

 

Sommer in den Schuffelgärten

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Das erste halbe Jahr ist vorüber, wir haben schon einige Wochen Sommer und die anhaltende Trockenheit macht uns wie im vergangenen Jahr sehr zu schaffen. Wieder kündigt sich ein heißer, trockener Sommer an. Unsere Obstbäume hatten wir 2018 regelmäßig gut mit Wasser versorgt, so dass wir keine Verluste zu beklagen hatten. Nun müssen wir hoffen, dass sie gegebenenfalls auch noch einen weiteren solchen Sommer überstehen. Die Bodenfeuchtewerte befinden sich schon jetzt im tiefroten Bereich, also heißt es erneut jeden Abend wässern… 

In diesem Jahr hatten sich ja die Eisheiligen Mitte Mai so richtig ausgetobt, aber im Gegensatz zum Umland von Werder gab es bei uns bis auf ein paar abgefrorenen Weinreben keine Frostschäden. Wir konnten schon gut ernten: Erdbeeren, die ersten Himbeeren, Stachelbeeren und weiße Johannisbeeren, Salate und Kräuter und die frühen Aprikosen. Ende des Monats haben die Rekordtemperaturen von 36 und 38 °C zur Notreife bei den Sauerkirschen geführt. Sie sind schon rot, aber noch sehr klein, da fällt wohl der Ertrag in diesem Jahr aus. Ob es auch Hitzeschäden an den Pfirsichen, Pflaumen und Äpfeln gegeben hat, bleibt noch abzuwarten.

Unsere Gehörnten Mauerbienen jedenfalls haben von Ende März bis Anfang Mai fleißig gearbeitet und so gab es Mitte Juni reichlich Süß-Kirschen zu pflücken. (Foto: Frank Watzke)

 

 

"Brandenburger Landpartie" mit offenen Schuffelgärten

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Besuchen Sie unsere Schuffelgärten am 15. und 16. Juni 2019 von 11 bis 17 Uhr im Rahmen der Brandenburger Landpartie. Die Schuffelgärten finden Sie am Fuße des Galgenberges im Stadtzentrum von Werder (Havel) am Plantagenplatz 5.

Sie zeigen die Werderaner Obst- und Gartentradition und stellen die typischen früheren Hausgärten der Werderaner nach. Sie sind ein Stück erlebbare Regional-Geschichte.

Neben den Schuffelgärten laden auch die Werderaner Weinberge am Werderaner Galgenberg und Werderaner Wachtelberg an diesem Tag zu einem Besuch ein.

Einzug der Mauerbienen

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Der Obstbaumschnitt ist erfolgreich bewältigt, die Zwiebeln sind gesteckt und die Radieschen ausgesät, dem Unkraut muss schon wieder Einhalt geboten werden aber es gibt auch Neuigkeiten:
 
Die gehörnte Mauerbiene wird in unseren Gärten Einzug halten. Bei der kostenlose Vergabe eines hübschen Insektenhotels mit 40 Mauerbienen haben wir leider nicht den Zuschlag bekommen (1.700 Vereine, Kitas, Altenheime usw. hatten sich um 50 Nistkästen beworben), aber wir sind an der Idee drangeblieben und haben uns jetzt Bienen gekauft, uns erklären lassen, wie man die Nisthilfen baut und was jetzt geschehen muss.
 
Noch liegen die Kokons mit der Brut des Vorjahres in unseren Kühlschränken, aber wenn es in wenigen Tagen wärmer wird und sich Blüten zeigen, holen wir sie in die Gärten. Die Mauerbienen werden schlüpfen, sich paaren, Pollen und Nektar sammeln und die leeren Brutröhren bestücken. Sie fliegen bereits bei Temperaturen ab 8°C und werden uns von März bis Mai als Bestäuber für unsere Obstkulturen unterstützen. Vor Stichen durch diese Bienchen brauchen sich weder wir noch die Kinder in der KiTa nebenan fürchten, denn es sind friedliche Tiere. Wir sind sehr gespannt und werden weiter berichten, was geschieht.

 

Rückblick 2018

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Der Frühling kam in diesem Jahr spät und nun aber mit Macht: Osterglocken, Tulpen, Pfirsiche und Pflaumenbäume, alles blüht im Moment gleichzeitig. Bange Frage noch Anfang April: Wie haben unsere"historischen" Neuzugänge den kalten März überstanden? Gott lob, gut! Der "Rote Spilling" im 2. Standjahr, ein Geschenk von Dr. Fritz Brudel, blüht schon wunderbar. "Knauffs Schwarze" Süßkirsche, veredelt aus einem ganz dünnen Reiser in der Baumschule Nauen - hier gilt unser Dank Dieter Scheffel, der das initiiert und sich darum gekümmert hat - zeigt schon kräftige Austriebe. Und auch an der "Werderschen Wachsrenette", einer historische Apfelsorte, veredelt in der Baumschule Fischer, Schorfheide, kann man bereits erste grüne Spitzen sehen. 

Im April, noch während die Bäume blühen, beginnt der heiße trockene Jahrhundertsommer 2018 

Später schauen wir noch manchmal voller Hoffnung in den Himmel, aber die Wolken ziehen vorbei…

Juni: die Bäume und Sträucher haben gut Früchte angesetzt.

August: Wenn man jetzt im Sommer mit den Schuffelgärtnern reden möchte, so trifft man sie täglich abends zwischen 7 und 9, wenn die Temperaturen etwas erträglicher werden, beim Wässern in den Schuffelgärten an. Das ist mühselig, aber unverzichtbar, um all das Schöne, was hier schon geschaffen wurde, zu erhalten. Die Bäume und Sträucher sind noch zu jung, um sich selbst zu versorgen, aber sie belohnen die Gärtner schon mit guter Ernte. Süß- und Sauerkirschen, Johannis- und Stachelbeeren haben gut getragen und jetzt, Anfang August, sind die frühen Pflaumen und die frühen Pfirsiche reif. Die Pfirsiche wurden früher einzeln in Weinblätter verpackt, um sie sicher zum Markt zu bringen. Das kann man im Sinne der Nachhaltigkeit durchaus auch heute noch so machen.

Der neu gepflanzte Berlepsch hat genau einen – wundervollen – Apfel getragen. 

Am Lindowschen Haus wird fleißig gebaut – wir freuen uns auf die neue „Nachbarschaft“. 

Auch bei Äpfeln, Wein und Quitten hat sich die Ernte gelohnt, und bei den Tomaten erst!! 

Bevor die Schuffelgärten in die Winterruhe gehen, wird noch einmal gepflanzt: einige Aprikosenbäume, die leider kurz nach dem Austrieb eingegangen sind, müssen ersetzt, einige Stellen in den Gärten entsprechend dem Vorbild der alten Obstgärten in Werder noch dichter bepflanzt werden. Nun haben wir schon selbst einen Vorrat an historischen Obstsorten, auf den wir dafür zurückgreifen können. 

Was wünschen sich die Schuffelgärtner für die nächsten Monate? Für den Winter hoffen wir auf viel Schnee, damit Feuchtigkeit in den Boden kommt und unsere Bäume und Bäumchen geruhsam Winterschlaf halten können. Im März 2019 möge ein langer milder Frühling beginnen, im April und Mai wünschen wir uns viele Blüten und fleißige Insekten, im Juni Sonne und 2 x 2 Stunden in der Woche schönen Regen… Damit wären wir fürs Erste schon sehr glücklich!

Galgenbergtag mit offenen Schuffelgärten und Weinberg

| Schuffelgärten

Der Werdersche Obst- und Gartenbauverein lädt am Sonntag, 19. August 2018 von 11 bis 17 Uhr zum Tag des Galgenberges in die Schuffelgärten und den Weinberg am Galgenberg ein. Unsere SchuffelgärtnerInnen informieren die Besucher gern über den Werderschen Etagenobstanbau, speziell von einheimischen Obstbauern gezüchtete Sorten und demonstrieren den Einsatz der Schuffel. 

 

Pfirsichernte ganz traditionell

| Schuffelgärten

Wenn man jetzt im Sommer mit den Schuffelgärtnern reden möchte, so trifft man sie täglich abends zwischen 7 und 9, wenn die Temperaturen etwas erträglicher werden, beim Wässern in den Schuffelgärten an. Das ist mühselig, aber unverzichtbar, um all das Schöne, was hier schon geschaffen wurde, zu erhalten. Die Bäume und Sträucher sind noch zu jung, um sich selbst zu versorgen, aber sie belohnen die Gärtner schon mit guter Ernte. Süß- und Sauerkirschen, Johannis- und Stachelbeeren haben gut getragen und jetzt, Anfang August, sind die frühen Pflaumen und die frühen Pfirsiche reif. Die Pfirsiche wurden früher in Weinblätter verpackt, um sie sicher zum Markt zu bringen. Das kann man im Sinne der Nachhaltigkeit durchaus auch heute noch so machen.

 

"Brandenburger Landpartie" mit offenen Schuffelgärten

| Schuffelgärten

Besuchen Sie unsere Schuffelgärten am 09. und 10. Juni 2018 von 11 bis 17 Uhr im Rahmen der Brandenburger Landpartie. Die Schuffelgärten finden Sie am Fuße des Galgenberges im Stadtzentrum von Werder (Havel) am Plantagenplatz 5.

Sie zeigen die Werderaner Obst- und Gartentradition und stellen die typischen früheren Hausgärten der Werderaner nach. Sie sind ein Stück erlebbare Regional-Geschichte.

Neben den Schuffelgärten laden auch die Werderaner Weinberge am Werderaner Galgenberg und Werderaner Wachtelberg an diesem Tag zu einem Besuch ein.

Die ersten Früchte in den Schuffelgärten

| Schuffelgärten

Obwohl die Blütezeit wegen der sommerlichen Wetterlage recht kurz ausfiel, haben die Bäume und Sträucher gut Früchte angesetzt. Nun macht uns die anhaltende Trockenheit schon wieder zu schaffen. Die (hoffnungsvollen) Regenwolken ziehen an Werder vorbei und täglich muss gewässert werden... Ob uns die kleinen Pfirsiche, Äpfel, Kirschen und Beeren erhalten bleiben?

 

Suche nach historischen Obstsorten

| Schuffelgärten

Der Frühling kam in diesem Jahr spät und nun aber mit Macht: Osterglocken, Tulpen, Pfirsiche und Pflaumenbäume, alles blüht im Moment gleichzeitig. Bange Frage noch Anfang April: Wie haben unsere"historischen" Neuzugänge den kalten März überstanden? Gott lob, gut! Der "Rote Spilling" im 2. Standjahr, ein Geschenk von Dr. Fritz Brudel, blüht schon wunderbar. "Knauffs Schwarze" Süßkirsche, veredelt aus einem ganz dünnen Reiser in der Baumschule Nauen - hier gilt unser Dank Dieter Scheffel, der das initiiert und sich darum gekümmert hat - zeigt schon kräftige Austriebe. Und auch an der "Werderschen Wachsrenette", einer historische Apfelsorte, veredelt in der Baumschule Fischer, Schorfheide, kann man bereits erste grüne Spitzen sehen.

 
Die Schuffelgärtner/Innen sind auch weiterhin auf der Suche nach historischen Obstsorten, wie sie für Werder in der Vergangenheit typisch waren. Gibt es jemanden, der z. B. noch eine  "Natte" / "Doppelte Natte" (Sauerkirsche) im Garten/Hof/auf der Plantage hat? Wir würden gern ein Verzeichnis solcher alter Obstbäume anlegen und - wenn möglich - im kommenden Vorfrühling Reiser davon schneiden. Bitte melden Sie sich bei Karin Watzke, Telefon 03327 7417051 oder per Mail Karinwatzke@gmx.de, wenn Sie dazu Informationen weitergeben können.

 

Obstbaumschnitt

| Schuffelgärten

 

Bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen wurden am 12. März die Obstbäume in den Schuffelgärten bei einem gemeinsamen Obstbaumschnitt auf die neue Saison vorbereitet. 

Frühlingsanfang

| Schuffelgärten

Der 1. März ist der Meteorologische Frühlingsanfang und die Schuffelgärtner freuen sich auf die neue Saison.

Die Schneeglöckchen, die man in Werder schon an der einen oder anderen Stelle findet, zeigen den Beginn des Vorfrühlings an.

 

Vor der Winterruhe

| Schuffelgärten

Was gibt es jetzt im Oktober/November noch in den Schuffelgärten zu tun?

Es wird noch gepflanzt: ein neuer Kirschbaum ist schon gesetzt: „Knauffs Schwarze“, eine traditionelle Werdersche Sorte, veredelt in der Baumschule Nauen. Wir sind sehr gespannt auf Aussehen und Geschmack der ersten Früchte. Das Bäumchen hat den Sturm „Xavier“ unbeschadet überstanden, überhaupt gab es in den Schuffelgärten zum Glück keine nennenswerten Sturmschäden, nur einen Regenabfluss vom Dach des Lindowschen Hauses hat es abgerissen. Auch einige Apfelbäume wollen wir neu pflanzen: Cox Orange und Berlepsch - suchen auch noch nach einer Werderschen Wachsrenette - und weitere Johannisbeersträucher. 

Die schon vorhandenen Beerensträucher müssen noch ausgelichtet, die abgetragenen Himbeeren heruntergeschnitten werden. An die Apfelbäume werden Leimringe angelegt und alle Stämme der Obstbäume werden weiß angestrichen, damit im Winter, an sonnigen Frosttagen, die Rinde nicht aufplatzt.

 

Galgenbergtag mit offenen Schuffelgärten und Weinberg

| Schuffelgärten

Am Sonntag, 20.08.2017 war wieder Galgenbergtag. Der Weinberg und die Schuffelgärten konnten von 11 - 17 Uhr besichtigt werden. Die Galgenberg-Weine des Jahrganges 2016 wurden ausgeschenkt und es gab Bratwurst vom Grill. Eine Premiere gab es für Kunst im Weinberg – der Holzart-Künstler Hans Ulrich Kittelmann stellte einige seiner Holzskulpturen aus. 

Impressionen vom Galgenbergtag

"Brandenburger Landpartie" mit offenen Schuffelgärten

| Schuffelgärten

Besuchen Sie unsere Schuffelgärten am 10. und 11. Juni 2017 von 11 bis 17 Uhr im Rahmen der Brandenburger Landpartie. Neben den Schuffelgärten laden auch die Werderaner Weinberge am Werderaner Galgenberg und Werderaner Wachtelberg an diesem Tag zu einem Besuch ein.

Offene Gärten der URANIA in den Schuffelgärten

| Schuffelgärten

Galgenbergtag mit offenen Schuffelgärten und Weinberg

| Schuffelgärten

Der Werdersche Obst- und Gartenbauverein lud am Sonntag, 21. August 2016 von 11 bis 17 Uhr zum Tag des Galgenberges in die Schuffelgärten und den Weinberg am Galgenberg ein. Unsere SchuffelgärtnerInnen informierten die Besucher gern über den Werderschen Etagenobstanbau, speziell von einheimischen Obstbauern gezüchtete Sorten und demonstrieren den Einsatz der Schuffel. Karin Watzke beantwortet hier mit Walter Kassin die Fragen zu den sehr schmackhaften Riesen- und Cocktailtomaten im Schuffelgarten.

Stadtführerin Jutta Enke lud an diesem Tag zu einer speziellen Führung als "Werdersche vor 100 Jahren" ein. Die Führung informierte ausgehend vom Plantagenplatz über die Schuffelgärten und den Galgenberg bis zur Bismarckhöhe über die Historie von Werder und den Wein- und Obstanbau in der Stadt. 

"Brandenburger Landpartie" mit offenen Schuffelgärten

| Schuffelgärten

Offene Gärten der URANIA in den Schuffelgärten

| Schuffelgärten

Zum Schauen und Schuffeln lädt der Obst- und Gartenbauverein am Sonntag, 5. Juni 2016 von 10 bis 18 Uhr in die Schuffelgärten am Galgenberg ein. Unsere SchuffelgärtnerInnen informieren die Besucher gern über den Verdreschen Etagenobstanbau, spezeii von einheimischen Obstbauern gezüchtete Sorten, wie z.B. "Kassin Frühe" und demonstrieren den Einsatz der Schuffel. Freuen Sie sich auf Bratwurst vom Grill, regionale Obstsäfte und erste Freilanderdbeeren. Der Weinberg "Galgenberg" oberhalb der Schuffelgärten kann ebenfalls besichtigt werden. Wie wäre es mit einem Schluck Pilotin oder Muscaris vom Jahrgang 2015?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktion „Offenen Gärten 2016“ der URANIA statt. Die Broschüre mit allen teilnehmenden Gärten sowie die Besucherplakette für 3,- € - sie berechtigt während des ganzen Jahres zum Eintritt in alle 118 teilnehmenden Gärten - bekommen Sie direkt vor Ort oder schon jetzt in der Gärtnerei Gentz in Werder (Havel). Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt. 

Umzug zum 137. Baumblütenfest

| Schuffelgärten

Unsere Schuffelgärtnerinnen und -gärtner waren auch in diesem Jahr beim traditionellen Baumblütenumzug der Stadt dabei.